„Werte, Vorurteile, Politik – was verbindet und was trennt Deutsche und Russen?“
Eine Veranstaltung in Kooperation mit der Friedrich-Naumann-Stiftung
Dienstag, 18.09.2018
19:00 Uhr in der Mensa am Elly

News › Bericht zur Deutschen Schülerakademie Braunschweig 1 2017

Nach einer 2-wöchigen Reise zur Schülerakademie in Braunschweig bin ich in einem Zustand wieder zu Hause angekommen, den ich bisher noch nicht kannte. Und so erging es nicht nur mir, alle 108 Schüler und Schülerinnen, die an der Akademie teilnahmen, kamen im selben Zustand zurück: wir befanden uns alle im sogenannten Akademieloch. Alle haben sich nichts mehr gewünscht als etwas mehr Zeit in der Akademie verbringen zu können.

Viele können dieses Gefühl womöglich zunächst gar nicht nachvollziehen. Auch ich war mir anfangs sehr unsicher was ich von der Akademie halten soll. Was genau macht man da? Warum sollte ich freiwillig in meinen Ferien zur Schule gehen? Jetzt, im Nachhinein bin ich heilfroh, diesen Schritt gewagt zu haben. Denn man bekommt nur einmal in seinem Leben die Chance, so eine tolle Erfahrung durchmachen zu können.

Die Deutsche Schülerakademie –kurz DSA-, ist laut der Homepage „ein außerschulisches Programm zur Förderung besonders leistungsfähiger und motivierter Schülerinnen und Schüler.” Die Akademie bestand aus 6 verschiedenen Kursen, welche sich jeweils mit verschiedenen Themen befassten. Mein Kurs hatte beispielsweise den Namen „A Game Of Genomes- Möglichkeiten und Gefahren der Gentechnologie“. Zusammen mit unseren Kursleitern behandelten wir viele tiefgreifende Fragestellungen der Gentechnologie, die schnell das Interesse weckten. Wir besprachen nicht nur unser Hauptthema CRISPR/Cas sondern diskutierten auch über Themen wie Eugenik, Designerbabys und vor allem die ethischen Aspekte der Gentechnologie.
Natürlich waren nicht alle 108 Teilnehmer wie ich an biologischen Themen interessiert. Sie besuchten jeweils andere Kurse mit verschiedenen Schwerpunkten aus den Bereichen der Naturwissenschaft, Mathematik, Geistes- und Gesellschaftswissenschaften, so wie viele andere Bereiche, wie zum Beispiel auch Kabarett.

Das alles hört sich jetzt natürlich sehr nach Schule an, aber das besondere an der DSA ist, dass es sich aber keineswegs so anfühlt. Die Atmosphäre der Akademie war besonders. Keiner kannte keinen und jeder wollte jeden kennenlernen. Niemand ging sich aus dem Weg und sehr schnell wurden viele Freundschaften geschlossen. Während dem 2-wöchigen Aufenthalt hatten wir massenweise Freizeit um sogenannte KüAs (Kursübergreifende Aktivitäten) zu besuchen. Dadurch, dass die Schüler und Schülerinnen selbstständig KüAs anbieten konnten, gab es eine Vielzahl an verschiedenen KüAs: von pfälzisch, Zauberwürfel, Fitness, Volleyball, Filmabende zu Kartenspielen oder Werwolf -es war wirklich für jeden einzelnen etwas interessantes dabei. So gehörte zu einem gewöhnlichen Akademietag sehr viel Spaß und Vergnügen in den KüAs stets dazu. Oftmals gingen diese noch bis spät in die Nacht, und ohne, dass man es merkt, ist man um 3 Uhr morgens noch wach und möchte am liebsten gar nicht schlafen gehen. Zu etwas Schlaf musste man sich aber dennoch zwingen. Denn jeden Tag erwartete einen ein unterhaltsames Programm voller Kurseinheiten, KüAs und vieler anderer Events wie beispielsweise der Tagesausflug zum Kanu-Fahren, die Rotation, der Studieninformationsabend sowie schließlich die Abschlussfeier.

Teilnehmen darf man an der Akademie allerdings nur einmal. Dementsprechend fiel es uns am Ende der Akademie sehr schwer Abschied zu nehmen. Jedoch sind weitere Nachtreffen geplant, auf die ich mich bereits sehr freue. Denn diese Erinnerungen kann man nur mit den Leuten teilen, die dabei waren. Dem Rest der Welt ist plötzlich nur sehr schwer zu vermitteln, warum auf einmal alles Gewohnte nur noch zweitklassig ist.

Aus diesem Grund möchte ich mich am Ende nochmal bei Frau Peimann-Schaak und Herrn Maier bedanken, die meine Teilnahme an der Akademie ermöglichten.
(Bericht von Trang Nguyen)