News › Rotary-Club 09.02.2017

Am 09.02.17 fand an unserem Elly-Heuss-Knapp-Gymansium Heilbronn für die Klassenstufen 11 und 12 (freiwillige Teilnahme) des Eduard-Mörike-Gymnasiums Neuenstadt, des Justinus-Kerner-Gymnasiums Weinsberg und natürlich des Elly-Heuss-Knapp-Gymansiums eine Berufsorientierungsveranstaltung in Kooperation mit dem Rotary-Club Heilbronn statt.

An diesem Tag konnte man sich nach der Einführung von Frau Peimann-Schaak und Herr Genger in zwei Blöcken in verschiedene Berufsrichtungen begeben. Im ersten Block von 16:15Uhr-17:00Uhr konnte man sich von Ingenieurwissenschaften über Lehrer-Berufe bis hin zum Bänker und alles Mögliche informieren.
Vor dem zweiten Block von 17:30Uhr-18:15Uhr gab es eine 30 minütige Pause im Foyer, in der man sich für die zweite Runde mit Säften, Kaffee, Brezeln, Hefezopf und noch vielem mehr stärken konnte.
Nach dem zweiten Block, der ebenfalls ein breites Spektrum aufwies, gab es einen Ausklang im Foyer und nach und nach ging der Abend zu Ende.
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*Im Folgenden berichten Schülerinnen und Schüler über ihre Erfahrungen zu einigen vorgestellten Berufsfeldern:*_

Lehrer-Berufe:

Das Berufsfeld bei dem sich wahrscheinlich noch die meisten was vorstellen können. Täglich unterrichten sie uns in allen möglichen Fächern, doch wie kommt man eigentlich nach dem Abi zu dem Lehrer-Beruf oder sogar zu einem Beamten? Genau das haben uns 5 Referendare des Ellys vorgestellt. Lehrer ist nicht gleich Lehrer, wie sich raukristallisiert gibt es in den Fächern und Unis starke Unterschiede. So konnte man bei manchen Fächern sofort anfangen, diese zu studieren. Andere wiederrum waren viel angefragter. Doch trotz allem führt der Weg für keinen an dem Referendariat vorbei, denn wer hier durchfällt hat quasi umsonst studiert.
Lehrer-Berufe sind also sehr vielseitig und umfassen ein großes Spektrum. Welche Richtung einem liegt oder nicht stellt sich oftmals auch erst während dem Studium heraus.

Medizin:

Natürlich hat der Mediziner bei diesem Infoabend nicht gefehlt. Das Medizinstudium ist bei vielen Ellianern sehr beliebt. Es beinhaltet 6 Jahre grundlegende Medizin und anschließend ein 4 Jähriges Studium in eine spezifische Richtung mit Praxiserfahrungen.
Erwähnt wurde auch, dass jeder der wirklich Arzt werden will es schaffen kann. Es gibt Möglichkeiten wie das Ausland oder eine Warteliste um schließlich doch zu seinem Medizinstudium zu kommen.
Im Studium selbst lernt man viel zum menschlichen Körper, wie auch zu Operationen und viele Biologische Fakten. Mittlerweile ist kein Latinum mehr von Nöten um das Studium zu beginnen, es ist nur Vorteilhaft, da die Medizinischen Fachbegriffe leichter zum Verstehen sind.
Der Mediziner der uns von seinem Beruf erzählte, war sehr begeistert und euphorisch. Er selbstwar anfangs Chirurg aber aufgrund gesundheitlicher Probleme hat er zur Sportmedizin gewechselt. Er erwähnte auch dass man Spaß an seinem Beruf haben sollte. Des weiteren sollte man als Arzt auch mit Fehlern, Fehlentscheidungen und Schicksalen umgehen können.
Seine Informationen waren sehr hilfreich und somit ein gelungener Abend für uns alle.

Ingenieurswissenschaften:

Was man unter Ingenieurswissenschaften versteht hat uns an diesem Abend Herr Prof. Fittinghoff erklärt. Er arbeitet an der Hochschule Heilbronn. Das so viele Mädchen an dem Vortrag teilnahmen hat ihn sehr gefreut, sie sind im Bereich Technik leider Mangelware. Zunächst bekamen wir einen Überblick über seinen Werdegang. Auffällig ist, Herr Prof. Fittinghoff unterrichtet zwar an einer Hochschule, hat jedoch an einer Universität studiert. Was ist hier der Unterschied? An einer Hochschule ist alles etwas „gelassener“. Während in der Hochschule eine gewohnte schulische Atmosphäre mit ca. 15-30 Studenten herrscht, sind es an der Universität doppelt so viele. Herr Prof. Fittinghoff und sein Freund haben zum Teil nicht mehr in die Hörsäle gepasst oder mussten eine halbe Stunde vor Beginn der Vorlesung Plätze sichern, erzählte er lachend. Da er auch Logistikmanagement studiert hat, führte er uns auch in diesen Studiengang ein. Alles ist sehr Technik bezogen. Man arbeitet viel am Computer zum Teil auch mit sehr komplizierten Programmen. Daran verzweifeln viele Studenten. Daher rät er: Interesse für seinen Studiengang ist das Wichtigste! Dann klappt das auch mit einem schwierigen Programm. Der Vortrag endete mit ein paar Werbegeschenken der Hochschule Heilbronn.

Biologie:

Unter Biologie stellt man sich oft Wissenschaftler vor die in der Forschung arbeiten. Das Biologiestudenten nicht nur dieser Vorstellung folgen erzählte Frau Dr. Meike Wiedemann. Sie studierte Biologie in Stuttgart und stellte die heutigen Berufe ihrer damaligen Studentenkollegen vor. Vom Fotografen bis zur Spurensicherung bei der Polizei war alles dabei. Unter anderem erzählte sie auch von einem Freund, der in die Abwassertechnik ging. Er ist heute selbständig. Erst entwickelte er Filter für die Wiederverwertung des Wassers aus Autowaschanlagen, heute konzentriert er sich hauptsächlich auf Fettfilter für große Küchen. Wer denkt: „Was hat das denn mit Biologie zu tun?“ liegt falsch. Die Reinigung erfolgt nämlich oft durch Bakterien! Frau Dr. Meike Wiedemann selbst hat sich immer für das Gehirn interessiert. Das hat schon in der Schule angefangen. Während ihres Studiums hat sie sogar im Flugzeug gearbeitet! Aber nicht als Stewardess, mit Hilfe von Parabelflügen, untersuchte sie die Aktivität einzelner Gehirnzellen in der Schwerelosigkeit. Davon hat sie uns einen Film gezeigt. Zu ihrem jetzigen Beruf kam sie jedoch durch ein paar Studentenspielereien. Sie brachten durch Gehirnwellen eine Eisenbahn zum Fahren, wie es auch damals oft auf YouTube zu sehen war. Heute arbeitet sie beim biofeedback-center. Durch Neurofeedback, also durch die Hilfe der Gehirnaktivität, kann Menschen zum Beispiel mit ADHS oder einer Behinderung geholfen werden. Durch spezielle Computerprogramme können Patienten trainieren, Aktivitäten die sie bewusst nicht wahrnehmen, besser zu kontrollieren. An diesem Abend wollte Sie uns vermitteln, dass jeder seinen eigenen Weg geht. Man soll immer das machen, was einen interessiert.

Mathematik / Informatik

Wer nicht nur zum Spielen von Videospielen gerne vor dem Computer sitzt, für den ist Informatik genau das Richtige. Dabei war es in diesem Vortrag nicht nur interessant, zu erfahren, was man als Informatiker so macht, sondern auch dass sich die Arbeitsweise von Informatikern im Laufe der Zeit ziemlich verändert hat. Während man früher als Informatiker den ganzen Tag über quasi den ganzen Tag alleine im Keller saß und vor dem Computer ein Programm geschrieben hat, läuft heutzutage die meiste Arbeit im Team ab. Wer also Informatiker werden möchte, muss nicht nur Geduld und Ausdauer, sondern auch Teamfähigkeit besitzen und sich mit anderen Leuten gut verständigen können. Weil Informatik und Mathematik sehr eng zusammenhängen muss man sich damit abfinden, dass beim Studium sehr viel Mathe auf einen zukommen wird. Natürlich werden auch in Heilbronn viele Studienmöglichkeiten geboten, Ein Informatik-Studium bietet auch viele Vorteile gegenüber anderen Studiengängen. So kann man sein Vertiefungsfach erst am Ende des ersten Semesters festlegen, wenn man Probleme hat, sich zu entscheiden. Das Wichtigste ist aber, dass man es als Informatiker leichter hat, einen Arbeitsplatz zu finden, weil Menschen mit diesem Beruf sehr gefragt sind

Zusammengetragen von Jana Walter, Christin Mulik, Jana Grabner und Michael Hohenstein